Telefon- und Internetanschluss bei Neubauten mitplanen
Die Anbindung ans örtliche Telekommunikationsnetz ist heute ebenso wichtig wie die Grundversorgung mit Wasser und Strom. Bauherren müssen sich bei einem vollständig erschlossenen Grundstück keine Sorgen machen, da die entstandenen Kosten in dessen Verkaufspreis bereits enthalten sind. Im Falle eines unerschlossenen Neubaus können allerdings bei falscher Planung weitaus höhere Kosten als nötig entstehen. Der folgende Beitrag verrät Ihnen, wie Sie Zusatzkosten bei der Telekommunikationsanbindung reduzieren.
Wasser und Telefon zusammen verlegen
Die wichtigste Maßnahme zur Kostenreduktion ist eine gute Koordination der verschiedenen Unternehmen am Bau. Im besten Fall nutzt der örtliche Telekommunikationsanbieter die ausgehobenen Schächte des Wasserversorgers mit. Trotz der Öffnung des Telekommunikationsmarktes ist die Telekom dafür in den meisten Fällen der richtige Ansprechpartner. Eine spezielle Hotline mit der Telefonnummer 0800-3301903 gibt Antworten auf die Fragen der Bauherren.
Pauschalpreise nutzen
Ganz ohne weitere Kosten erhält man vom „rosa Riesen“ einen Außenanschluss, wenn dieser nicht weiter als 15 Meter von der Grundstücksgrenze entfernt liegt. Für 353,17 Euro verlegt die Telekom das Telefonkabel auch direkt ins Haus, was die Wärmeisolierung erleichtert. Für größere Entfernungen erstellt der Konzern ein bindendes Angebot, welches auf den wirklich entstehenden Kosten basiert.
Alternativen zum Telefonkabel berücksichtigen
In größeren Städten ist es dagegen möglich, dass ein Telekom-Konkurrent die Erschließung eines kompletten Neubaugebietes übernimmt. Dazu können auch Kabelanschlüsse gehören, die sich vielerorts in ihrer Leistungsfähigkeit auch vor VDSL nicht mehr verstecken müssen. Dies gilt leider auch für die Höhe der Anschlusskosten, die beispielsweise bei Kabel Deutschland ohne Erdaushub und Hauseinführung bei 152,86 Euro und mit Erdaushub und Hauseinführung bei 706,82 Euro liegen.
Vorleistungen selbst übernehmen
Wer diese Kosten durch vollständige Eigenleistung umgehen möchte, ist dazu vom Gesetzgeber durchaus berechtigt. Kommt es allerdings später zu Rohrbrüchen oder Bränden, werden Versicherungen und Versorgungsunternehmen dem Heimwerker die Schuld anlasten. Problemlos möglich ist dagegen, nur den Erdaushub in Koordination mit den Versorgungsunternehmen zu übernehmen.
Im Notfall auf Funkverbindungen setzen
Ist ein Gebiet allerdings gar nicht erschlossen, liegen die Kosten auch mit Eigenleistung in vielen Fällen in unbezahlbaren Größenordnungen. Sind weder Wasser- noch Stromleitungen vorhanden, kann ein Telekommunikationskabel nicht einfach nebenher gezogen werden. Dann wird es schnell so teuer, dass eine Mobilfunk- oder Satellitenanbindung bei den heutigen Preisen weitaus günstiger ist.
Ein Gastbeitrag von teltarif.de, dem größten deutschsprachigen Telekommunikations-Magazin
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