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Korkboden für einen natürlichen Auftritt

Geschrieben in Allgemein,Wand & Boden von admin am 25 Januar 2011


Wer auf der Suche nach einem neuen Fußboden ist und sich zwischen den vielen Möglichkeiten wie Laminat, PVC, Fliesen und Holzparkett nicht entscheiden kann, der sollte vielleicht mal einen Blick auf den Korkboden werfen. Sein altbackenes Image hat er längst abgelegt, denn es gibt zahlreiche peppige Varianten, die keinesfalls spießig wirken. Zudem überzeugt Korkboden mit seinem natürlichen Auftritt und mit vielen angenehmen Eigenschaften.

Wie der Name schon sagt, besteht Korkboden aus Kork. Kork wird aus der Rinde der Korkeiche hergestellt. Ihre Heimat liegt vor allem im Mittelmeerraum. Der Kork wird gewonnen, indem man die Rinde des Baumes abschält. Diese Rinde wächst nach – ein Baum kann etwa alle zehn Jahre geschält werden. Nach dem Schälen wird der Kork geschrotet und zu Ballen gepresst.

Korkboden bekommt man in Form von klassischen Fliesen oder Korkdielen – beides sowohl furniert als auch in massiver Ausführung. Die Dielen werden entweder miteinander verklebt oder ineinander geklickt, wodurch sie auch schwimmend verlegt werden können. Fliesen dagegen werden immer mit dem Untergrund verklebt.

Was macht Kork denn nun so attraktiv als Boden? Er ist angenehm fußwarm, trittelastisch und schalldämmend. Dabei ist er hygienisch und wirkt antistatisch – beides überzeugende Argumente auch für Asthmatiker und Allergiker. Ein Korkboden ist zudem leicht zu verlegen, strapazierfähig und pflegeleicht. Normales Staubsaugen genügt. Ab und an kann er feucht gewischt werden, wobei man auf alkalische Putzmittel verzichten sollte.

Beim Kauf des Bodens hat man die Qual der Wahl: man kann sich für komplett naturbelassenen Korkboden entscheiden, der keinerlei Kunstharz, Farbbeschichtung oder Versiegelung enthält. Dieser Naturkork wird nur gewachst. Zum Schutz vor Wasser und Flecken kann man ihn nach dem Verlegen mit einem Wasserlack versiegeln.

Weitere Varianten sind eingefärbter, geölter, gewachster und versiegelter Korkboden. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass keine lösemittelhaltigen Zusatzstoffe bei der Herstellung verwendet wurden, etwa Lack zur Versiegelung – nur dann holt man sich ein echtes Naturprodukt ins Haus.

Vor dem Verlegen sollte sich der Korkboden einige Tage in dem Raum, für den er gedacht ist, akklimatisieren dürfen. Kork hat die Eigenschaft, sich auszudehnen, was beim Verlegen beachtet werden muss: es sollten ausreichende Dehnungsfugen belassen werden. Es sollten auch keine Kreuzfugen gelegt werden. Besser ist es, die Platten versetzt zu legen.

Da Kork ein Naturprodukt ist, werden die Platten verschiedene Farbnuancen aufweisen, sofern sie nicht eingefärbt wurden. Es ist sinnvoll, alle Platten für einen Raum miteinander zu mischen, um ein ausgeglichenes Gesamtbild zu erhalten.

Einen massiven Korkboden kann man nach entsprechender Nutzungsdauer übrigens schleifen und neu versiegeln, was seine gesamte Lebensdauer beträchtlich erhöht.


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